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ENDLICH

Es war der 07.07.2006, ein Tag den ich nie vergessen werde und den ich nie im Leben missen möchte.
An diesem Tag kamst du zu uns auf die Welt und hast uns gezeigt was es heißt zu lieben.
Nach vier Tagen im KH hatte ich schon die Hoffnung aufgegeben, dass du von alleine kommen wirst.
Ich musste mich schon mit dem Gedanken abfinden, dass du per Kaiserschnitt zur Welt kommen wirst, aber in mir hat etwas gekämpft, gekämpft dass wir diesen Moment erleben durften und das warst du.
Um elf Uhr hatte ich aus dem Nichts heraus zuerst nur ganz leichte Krämpfe, die aber ganz schnell viel stärker wurden.
Ich wurde dann gleich in den Kreissaal geschickt und durfte dort erst noch duschen gehen.
Das war so angenehm und ich konnte mir die Schmerzen wegmassieren.
Dein Papa war noch gar nicht da.
Er war gerade unterwegs zu mir und ich hab es nicht einmal mehr geschafft richtig Bescheid zu geben.
Ich hab ihn angerufen kurz gesagt die Wehen sind da und gleich aufgelegt. Irgendwann kam dann dein Papa zu mir, er war ganz ruhig und relaxt während ich gekämpft habe die Wehen wegzuatmen.
Wir sind dann in einen ganz kleinen Raum gekommen, in dem ich eigentlich eh so gerne dich zur Welt bringen wollte, den ich aber nur bekommen hab, weil an diesem Freitag viele Babys kommen wollten.
Ich bekam dann eine Spritze ins Bein und konnte erst einmal zweieinhalb Stunden super gut schlafen und hab von den Wehen nichts mehr mitbekommen. Um dreiviertel drei Uhr ist es dann los gegangen.
Ich dachte ich müsste nur aufs Klo gehen und hab deinen Papa gebeten der Hebamme Bescheid zu geben, dass ich es nicht zurück halten kann und hab mit schon das CTG abgenommen, weil mir niemand helfen wollte.
Doch dann kam die Hebamme und wollte unbedingt noch einmal untersuchen wie weit der Muttermund schon geöffnet ist und da meinte sie dann: Sie müssen nicht aufs Klo, ihr Kind kommt, das ist der Kopf der kommt.
Ich war etwas geschreckt, dass es nun so schnell ging, aber ich spürte auch die totale Freude und auch viel Angst vor dem was jetzt wohl auf mich zukommen würde.
Nach langem hin und her, Vierfüßlerstand, Hocke... musste ich mich ins Romarad setzen und durfte dann dort wie wild pressen.
Ich musste gar nicht viel machen, denn mein Körper und du ihr habt das irgendwie ganz von alleine gemacht.
Nach kurzem Pressen meinte die Hebamme ob ich deinen Kopf berühren möchte und eigentlich hatte ich Angst aber ich hab dann gegriffen und hab deinen kleinen Kopf und die Haare gespürt und nach noch zwei Presswehen warst du auch schon da.
Es war wie ein Wunder.
Die Hebamme hat dich mir auf den Bauch gelegt und dein Papa und ich haben nur noch geweint.
Es war das schönste Gefühl das man sich vorstellen kann.
Ich hab dann die Nabelschnur zwischen uns durchtrennt.
Das war mir ein großes Bedürfnis, denn ich hab dich neun Monate in mir getragen, dich in mir gespürt und dich geboren und ich wollte uns selber von einander trennen.
Dafür bin ich deinem Papa auch sehr dankbar, dass er mir dies ermöglicht hat! Ich hab die ganze Zeit nur geweint und gesagt: das ist mein Baby, mein Baby! Ich durfte dich dann noch eine Zeit bei mir behalten, bis dich dann eine Schwester abgeholt hat um dich zu säubern.
Dein Papa war dann die ganze Zeit bei dir und hat aufgepasst dass es dir gut geht.
Das war bislang der schönste Moment in meinem Leben.